Der 1970
in Uroumieh im Iran geborene Maler Farnoosh Ashrafi war eine
der interessantesten Entdeckungen der Hamburger Kunsttreppe
der letzten Jahre, dessen Arbeiten erstmals im Jahr 2000
einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Farnoosh
Ashrafi. kam im Alter von 15 Jahren nach Deutschland, wo er
seine Schulzeit zum Abschluss brachte und ein Studium mit
den Schwerpunkten Grafik-Design und Illustration an der
Hamburger Fachhochschule absolvierte. Von früh an galt seine
eigentliche Neigung der Malerei, in der er sich mit
Atelierausbildungen und Malreisen konsequent weiter schulte.
Farnoosh
Ashrafis häufig gewählter Ausgangspunkt für seine
Gemäldekompositionen ist die Zeichnung. In seinen Skizzen
sammelt er täglich Wahrnehmungen und Motive, die ihn
besonders reizen und herausfordern, in ihnen fixiert er
seine Ideen. Seine Zeichnungen sind zumeist gegenständlicher
Natur, seine Malerei dagegen stilisiert er bis in die Nähe
der reinen Abstraktion. Beim Betrachter wecken daher seine
großformatigen Acrylarbeiten auf Leinwand vielerlei
Assoziationen. In seinen aktuellen Werkgruppen dominieren
Naturtöne, die Konturen und Kompositionen lassen Anmutungen
von Architektur und anderen Elementen der gegenständlichen
Dingwelt erahnen. Sein künstlerischer Ausdruck fußt in der
Malerei der zweiten Moderne der Nachkriegszeit, die sich
über die Stilmittel des Informel und des abstrakten
Expressionismus in seinen Werken wieder finden.
Licht,
Farbe und Atmosphäre finden sich ein zur Erschaffung
assoziativer Traumarchitekturen, Landschaften und
geheimnisvoller Interieurs. Räume und Träume sind das Motto
der Malerei Ashrafis, in der er innere und äußere
Wirklichkeiten zusammen bringt. Seine Bilder scheinen
zunächst menschenleer.
Bei
genauer und wiederholter Betrachtung stellen sich jedoch
Ahnungen und Ideen über die Anwesenheit des Menschen in
diesen Räumen und Farbfeldern ein, ohne dass der letzte
Schritt zum Figurativen erfolgt. Durch eine Reihe von
Ausstellungen in Hamburg und London hat sich Farnoosh
Ashrafi mittlerweile eine internationale Reputation
aufgebaut, die für die Zukunft ein künstlerisches Potential
verheißt, das es noch weiter einzulösen gilt
zur den Bildern
Almbauer, Gerhard
Wenn
der in Graz lebende Maler Gerhard Almbauer auf Reisen
geht, füllen sich seine Mappen mit den Bildern südlicher
Impressionen. Reisen und Kunst zu vereinen, dieses Motto
steht im Mittelpunkt seiner Arbeiten, die darüber
Auskunft geben, wie das Schöne mit dem Nützlichen zu
stimmungsvollen Werken verbunden werden kann. Die
luftige Transparenz seiner Stadtansichten und
Landschaften geht bei ihm ein unverwechselbares
Arrangement mit farbkräftigen, flächigen Elementen ein,
die reduziert und in einem dominanten Grundton angelegt
sind. Den einst mal so typische Almbauerschen
Aquarelleffekt, der seinen Bildern eine für diese
Technik etwas herbe und kräftig Grundnote verleiht, hat
er in den letzten Jahren in völlig eigenständige
Kompositionen aus Acryl- und Mischtechniken überführt,
die ihn derzeit als führenden österreichischen
Landschaftsmaler ausweisen.
Gerhard Almbauer wurde 1957 in Graz geboren und lebt und
arbeitet, wenn er nicht gerade auf Reisen ist, in Graz.
Im Sommer 1999 zog er von Wien zurück in seine
Heimatstadt in ein neues Domizil, das Arbeiten und
Wohnen vereint und von wo aus er seine ausgedehnten
Reiseaktivitäten und Lehrtätigkeiten plant zu
den Bildern Abstrakt
zu den Bildern Landschaften
Aug, Inge
Die
1939 in Riga geborene und in Bad Schwartau aufgewachsene
Künstlerin Inge Aug hat ihre künstlerischen
Ausdrucksformen sowohl im Medium der Malerei als auch in
der Plastik gefunden. Nach ersten Keramikarbeiten im
Pariser Atelier Terre et Feu in den Jahren 1960 und 1961
nahm sie bis 1965 ein Pädagogik-Studium an der
Universität in Hamburg und hierzu parallel an der
Hochschule für Bildende Künstemit
dem Schwerpunkt Keramik bei Bontjes van Beek auf. Seit
Beginn der achtziger Jahre erfolgte eine Hinwendung zur
Malerei, die durch Malstudien in Frankreich und Hamburg
vertieft und durch die Teilnahme am Pentiment 1993, 1997
und 1999 in Hamburg erweitert wurde. Unter Einbeziehung
von motivischen Elementen der Landschaftsmalerei und des
Stilllebens entstand in den letzten Jahren ein in
abstrakten Formsprachen angelegter experimenteller
Umgang mit verschiedenen Materialen wie Sand und Erde.
zu
den Bildern
Becker, Winfried
Den
Begriff der fotografischen Malerei macht sich der 1968
in Gütersloh geborene Winfried Becker in seinen
aktuellen Arbeiten auf unverwechselbare Weise zu Eigen.
Wie der Fotograf und bildende Künstler hierzu ausführt,
lässt sichaus der ursprünglichen
Bedeutung heraus der Begriff der "Fotografie" auf sehr
poetische Weise auch als "Lichtschrift" umschreiben.
Somit erzählt jede seiner im Wunschbild Verlag gezeigten
Arbeiten ihre eigene Geschichte als "Fotografische
Malerei", die durch die Pinsel des Lichtes in
malerischer Weise geschrieben wurde.
Basierend auf der Vorlage und Substanz eines Gemäldes
mit all seinen Farbschichten, pastosen Aufträgen und
Pigmentierungen bearbeitet Winfried Becker diese
„Ausgangsmaterie“ fotografisch durch Vergrößerungen,
Verzerrungen und kinetische Abläufe, welche die
eigentliche Aura des gemalten Werkes auch im Zeitalter
seiner technischen Reproduzierbarkeit – frei nach Walter
Benjamin – auf verblüffende Weise unberührt erscheinen
lässt...
zu
den Bildern
Böhnert, Heinke
Wind,
Wasser, Wellen, Segel, das sind die bestimmenden Sujets in
der Malerei der Heinke Böhnert. Die 1961 in Hamburg geborene
Malerinhatte in den letzten Jahren dem
Genre der Marinemalerei völlig neue Aspekte abgewinnen
können. In einer reduzierten Formgebung, die durch intensive
Farbwirkung und einen dichten Farbauftrag bestimmt ist,
entstehen großformatige Impressionen an der Grenze zur
abstrakten Auflösung, die dem klaren und
kraftvollen Naturell der Künstlerin entsprechen.
Richtungsweisend und damit eindeutig wegführend von den
bürgerlichen Auffassungen einer von Tradition bestimmten
realistischen Meeres-, Segel- und Regattamalerei entwickelt
sich in ihren Leinwandarbeiten eine frische Dynamik, die den
Blick auf das Wesentliche reduziert. In der Wechselwirkung
zwischen einem pastosen Acrylfarbauftrag und prägnanten
Mischtechniken, zwischen Spachtelmasse, Papieren und
Segeltuch wird so die Poesie der See, aber auch die
Naturkraft von Wasser und Wind vielfältig und auf höchst
anschauliche Weise eingefangen. Die seit ihrer frühesten
Jugend segelnde und malende Heinke Böhnert hat wie kein
anderer Künstler dieses klassische Sujet in einen in
Bildauffassung und Komposition zeitgemäßen Kontext gesetzt,
der sie aus dem Genre herausragend läßt und Brücken zur
Abstraktion der Moderne schlägt.
Geprägt
durch das intensive Erleben auf dem Wasser, schon als
Jugendliche sportliche Teilnehmerin vieler internationaler
Regatten, war ihr Interesse am französischen Impressionismus
und den deutschen Expressionisten der ersten Generation
Auslöser für ein nachhaltiges Interesse an der Malerei. Der
Besuch von Kunstakademien und Malreisen führten seit den
neunziger Jahren zur einer Reifung ihres mittlerweile
unnachahmlichen Stils, der durch eine Reihe von
Ausstellungen insbesondere in den USA, England, Dänemark und
in Deutschland honoriert wird. Nach einer viel beachteten
Ausstellung in der weltweit bekanntesten Galerie für
Marinemalerei, der Maritime Gallery im amerikanischen
Bundesstaat Connecticut, stellt
ihre große Einzelausstellung auf dem Großsegler Rickmer
Rickmers im Hamburger Hafen im April 2005 einen weiteren
wichtigen Schritt in ihrer Vita dar. Die der See und dem
Norden verbundene Heinke Böhnert lebt und arbeitet im Kreis
ihrer Familie in Hamburg.
zu den Bildern
Fritsch, Andreas
Für den
1961 geborenen freischaffenden Architekten Andreas Fritsch
hat sich die Malerei zunächst aus seiner Tätigkeit als
Planer und Baumeister von öffentlichen und privaten Bauten
ergeben. Mit der Notwendigkeit konfrontiert, für die
Konzeption von Räumen auch dekorative Elemente mit hoher
Signal- und Raumwirkung zu entwickeln, nahm Andreas Fritsch
ab 1990 selbst Pinsel und Spachtel in die Hand, um in
zumeist großformatigen Acrylbilder visuelle Ereignisse für
seine Raumgestaltung bereitstellen zu können.
Aufgrund
des kommunikativen und sozialen Aspektes fanden insbesondere
figurative Sujets, vor allem Gruppensituationen, in fast
schon symbolhafter Reduk-tion sein bleibendes Interesse. In
flächig aufgelösten Farbstrukturen stellt er stark
reduzierte Figuren ein, die trotz ihrer hohen abstrakten
Auflösung in Silhouetten eine starke emotionale Beziehung
zum Betrachter der Werke aufbauen. Grundlegend für seine
Maltechnik ist ein dicker Fensterpinsel und ein breiter
Malerspachtel, so dass die mit Acrylfarbe entstehenden
Oberflächen einen marmorierten Charakter und zugleich eine
lebendige Struktur erhalten. Die sich in der Bildsprache
zwischen den Figuren und dem Betrachter entwickelnde
Kommunikation verstärkt der Künstler durch sprachliche
Verweise auf Ort und Anlässe und gibt so seinen Arbeiten
eine weitere Dimension der Sinnstiftung. Die Schrift im Bild
als ein markantes Stilmerkmal verfolgt zweierlei: Zum einen
ist es als reine Typografie ein abstraktes dekoratives
Element, das die Wirkung der Malerei mit grafischen Mitteln
erweitert. Zum anderen stellt es die abgebildete Szenerie in
einen eindeutigen Zusammenhang mit einem Ort oder Vorgang,
wodurch das Bild sich dem Betrachter gegenüber
konkretisiert. Mit diesen neuen reizvollen Mitteln der
Bildgestaltung hat der Architekt aus Rastede sich bereits
einen Namen als Maler im norddeutschen Raum gemacht. zu den Bildern
Ippolyte Flandrin
"Jeune
Homme Nu Assis"(Ausschnitt)
Der Maler
Hippolyte Jean Flandrin wurde am 23.3. 1809 in Lyon als Sohn
eines Malers geboren. Flandrin trat 1829 in die École des
Beaux-Arts in Paris als Schüler des Jean Auguste Dominique
Ingres ein, der ihn auf den Weg der damaligen sehr populären
Historien- und Genremalerei führte. Er begab sich nach Rom
und faßte unter dem Eindruck der Fresken Santi Raffaels den
Entschluß, sich ganz der religiösen Malerei zu widmen.
Hippolyte Jean Flandrin kehrte im Sommer 1838 nach
Frankreich zurück, wo er bis kurz seinem Tod als geachteter
Maler arbeitete. Im Jahr 1863 kehrte er wieder zurück nach
Rom, wo er am 21.3.1864 starb.
zu den Bildern
Vera Gerling
Die seit 15
Jahren als bildende Künstlerin arbeitende Vera Gerling kann
auf breites Spektrum kultureller und künstlerischer
Aktivitäten zurück schauen. Nach einer längeren Phase des
Experiments mit gegenständlichen Sujets
hat die Malerin über eine progressive Stilisierung und eine
fortschreitende Verknappung inhaltlicher Formen in den
letzten Jahren mittlerweile einen unverwechselbaren
künstlerischen Ausdruck mit der Erschaffung meditativer,
zumeist farbmonochromer Werke erlangt. Die so in der
Bildtradition der amerikanischen Malerei der zweiten Moderne
stehende Vera Gerling hat mit der Autonomie des Bildes
gegenüber gegenständlichen oder symbolischen Verweisen die
suggestive Wirkung der Farbe und ihre meditativen
Wirkungsweisen in das Zentrum ihres Erkenntnisinteresses
gestellt. Auch wenn ihre verwendete Terminologie wie
"Farbelemente" und "Farbräume" einen
konstruktivistisch-intellektuellen Zugang zur Malerei
vermuten lässt, ist ihre schöpferische Arbeit alleine durch
Emotion und Improvisation bestimmt. Die freie Entfaltung der
Farbe auf den Betrachter wirkt nach Stimmung und
Farbsymbolik völlig frei und verweist nur auf das Bild als
Objekt – ohne jegliche Querverweise und Bezüge zur Realität.
Der
Weg in die Abstraktion führte das 1961 in Kiel geborene
künstlerische Multitalent zunächst über eine Ausbildung
als Bühnentänzerin, dem sich eine langjährige
Tätigkeit als Choreographin und Tanzpädagogin in Berlin bis
1996 anschloss. Nach ihrem Umzug nach Schleswig-Holstein im Jahr 1996
widmete sich Vera Gerling stärker der Malerei, die seit 2000 neue
Einflüsse und Aspekte aufnahm. Durch die zahlreichen Ausstellungen
der letzten Jahre hat die Malerin inzwischen einen überregionalen
Bekanntheitsgrad erlangt. Vera Gerling arbeitet und lebt im Kreise
ihrer Familie in einer kleinen Gemeinde im Nordwesten von
Hamburg.
zur den Bildern
Heidi Gerstner
Eine völlig neue Bildauffassung zum populären
Thema der Blumenbilder legt die Spezialistin für
Innendekorationen und Raumgestaltung Heidi
Gerstner in ihren Arbeiten vor. Reduziert auf
eine ausgesprochen elegant und edel wirkende
begrenzte Farbpalette der Weiß- und Cremetöne,
erarbeitet die Künstlerin mit Hilfe eines sehr
pastosen Farbauftrag eine intensive Ausstrahlung
in ihren Blumenbildern, die in einem
interessanten Kontrast zu der zarten und
luftigen Wirkung der hellen Blüten steht. Die
helle Grundwirkung ihrer stets sehr edel
wirkenden Kompositionen kontrastiert die Malerin
zuweilen mit roten und grünen Farbbereichen,
wobei der Gesamteindruck des anmutig Leichten
und Eleganten erhalten bleibt. Die zum Teil mit
Stuckauftrag entwickelten Blüten und Blätter in
ihren großformatigen Leinwandarbeiten haben
einen weit zurück liegenden Ursprung: "Schon in
der Konditorei meiner Eltern haben mich die
wunderschönen Marzipanrosen für unsere
Hochzeitstorten fasziniert, die ich von Hand
fertigte."
Einen nicht ganz alltäglichen Lebenslauf hat die
1964 in Duisburg geborene Heidi Gerstner
aufzuweisen. Nach der schulischen Ausbildungund einer sich anschließenden Ausbildung
in der Bäckerei und Konditorei der Eltern führte
sie zunächst ihr Weg als Model in den Jahren
1985 bis 1989 zu diversen Modemessen, bevor sie
von 1989 bis 1992 bei der LTU in Düsseldorf als
Stewardess anheuerte. Es folgte die Heirat mit
einem damaligen deutschen Fußballprofi. Nach der
Geburt der zweiten Tochter widmete sie sich Ende
der neunziger Jahre der Raumdekoration und
schließlich ganz der Malerei. Regelmäßige
Reportagen über die von ihr gestalteten
Wohnungen und Bilder in gehobenen Wohnmagazinenwie „Wohnidee“, „Casa Deko“ und „Homes &
Gardens“ ebneten ihr den Weg zu ersten
Ausstellungen und zum kunst- und
lifestyleinteressierten Publikum.
zu den Bildern
Graffé, Mathias
Selbst für die in der Formensprache der abstrakten Malerei kundigen
Kenner kann die Malerei des in Wiesbaden lebenden und arbeitenden
Malers Mathias Graffé überaus überraschende und spannende Impulse
vermitteln. Was der Maler in seinen zumeist großformatigen
Acrylarbeiten auf die Leinwand bannt, lässt sich in nüchternen
Worten so leicht gar nicht ausdrücken. Zwar aus der Formensprache
der zweiten Moderne nach 1945 schöpfend und dem Duktus der
informellen Malerei verbunden, entwickelt Mathias Graffé eine
verblüffende Bildsprache in ihrer Komposition wie in ihrer
emotionalen Signalwirkung. Seine Malerei ist zugleich kraftvoll
kompakt, so dann aber auch graziös und fragil in der Leichtigkeit
und durchschimmernden Eleganz der Farbflächen. Im
Unbewusst-Intuitiven des gestischen Malautomatismus werden dingliche
wie symbolische Anklänge an die Naturformen entworfen. Da türmen
sich Farbflächen wie Erdschichten und Eisflächen auf, da funkeln
kristallene Strukturen in Spannungen gesetzt zu Lavaströmen und
Schneefläche, auch imaginäre Gebirgsstrukturen und Schluchten sind
vor dem geistigem Auge des Betrachters zu bezwingen. Mathias Graffés
Kunst ist überaus reich an Tiefe, Struktur und Vielschichtigkeit und
assoziiert Welten, die den Betrachter in ihren Bann ziehen.
Der 1959 in Mainz geborene Maler
absolvierte zwischen
1980 und 1982 eine Ausbildung an der Freien
Kunstschule Wiesbaden, dem bis 1985 ein Studium der Kunsterziehung
an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz anschloss. Ab 1985
übt Mathias Graffé die freiberufliche Tätigkeit als Maler und
Illustrator aus. Die einzigartige Wirkung seiner Kunst wurde durch
zahlreiche internationale Ausstellungen und Auszeichnungen
honoriert, darunter in Cluny (F), Dijon (F), Lincoln (GB), Dresden,
Leipzig, Frankfurt, Brüssel (B), Luxemburg (L), Louisville (USA),
Opole (PL) und im heimischen Südwesten. Zu seinen
Auszeichnungen gehörte
das Lincoln-Stipendium und ein Arbeitsstipendium des
Landes Rheinland-Pfalz sowie Artist in Residence, Schloß Weikersheim zu den Bildern
Vincent van Gogh
Wohl um
keinen anderen Maler haben sich so viele Mythen und
Deutungen gerankt, wie um den flämischen Maler Vincent van
Gogh, dessen Bilder seit den achtziger Jahren Rekordmarken
bei internationalen Kunstauktionen setzten. Eine Vielzahl
von Romanen und Filmen ist über sein tragisches wie
dramatisches Leben entstanden, das wie wohl kein anderes das
des missverstandenen Genies und künstlerischen Außenseiters
symbolisiert. Hier mag wohl auch die Hauptanziehungskraft
seines Mythos liegen: Selbstverstümmelung, Irrenhaus und
abschließender Selbstmord sind Ausdruck einer extremen
Identitätskrise, menschlich wie künstlerisch, deren Ausdruck
die ins ebenso Extreme gesteigerte Leuchtkraft seiner Farben
war. Diese Mischung aus Genie und Wahnsinn ist es, die auch
nach über einhundert Jahren die ungebrochene Faszination
erklärt, die der Name van Gogh auslöst.
Vincent
van Gogh wurde am 30. März 1853 in Zundert bei Breda als
Sohn eines Pfarrers geboren. Er studierte in Amsterdam
Theologie und betreute anschließend als Prediger und Lehrer
im wallonischen Grubengebiet die dortigen Arbeiter der
Kohle- und Erzproduktion. Er zog 1886 nach Paris, wo er die
heitere und lichte Malerei der Impressionisten entdeckte.
Der entscheidende künstlerische Durchbruch erfolgte 1888 mit
dem Umzug in den Süden nach Arles. In einem fieberhaften,
Rauschähnlichen Schaffen entstanden seine berühmten
Landschaftsbilder, Stillleben und Porträts, die er in
strahlenden, zu maximaler Ausdruckskraft gesteigerten Farben
anlegte.Es folgten nun in immer
stärkerem Maße geistige Erschöpfungszustände und
Wahnvorstellungen. Nach einem letzten Aufenthalt bei einem
ihn betreuenden Arzt in Auvers verübte Vincent van Gogh am
29. Juli 1890 Selbstmord. Van Gogh gilt als der Überwinder
des Impressionismus und wichtiger Wegbereiter der folgenden
expressiven Kunstströmungen. zu den Bildern
Sylvia Goebel
Imposant
stehen die großflächigen Bilder der Hamburger Malerin Sylvia
Goebel in der ganzen Wucht der Motive vor ihren Betrachtern.
Ursprünglich von der abstrakten Malerei kommend, lebt Sylvia
Goebels Kunst ganz aus der Kraft der Farbe. Ende der
neunziger Jahre hat die freischaffende Malerin sich in ihren
Bildern stärker figurativen Motiven und Elementen zugewandt,
ist aber in ihren aktuellen Werken wieder deutlich von
diesem Sujet abgerückt. So tritt neben die Spannung von
Farbflächen nun der Reiz von angedeuteten Silhouetten,
Ebenen und schwebenden Elementen, in denen viel vom
Temperament der Künstlerin zu spüren ist. Und gemäß ihrem
Temperament sind die Bilder häufig als großformatige
Arbeiten angelegt, mit Acrylfarben auf Leinwand gebracht.
Die Vorliebe für intensive Farben verdichtet sich in ihren
Bildern zu Situationen, in denen Menschen aufeinander
treffen und der Vorgang der Kommunikation deutlich spürbar
wird. Distanz und Zuneigung, Besinnung und Lebensfreude...
der Vorgang des Malens bewegt sich zwischen Spannung und
Entspannung, zwischen Intuition und Komposition. Daher sind
ihre Bilder in der Wirkung emotional anregend, laden aber
auch zum Verharren und Nachdenken ein.
Sylvia
Goebel wurde 1952 in Köln geboren und verbrachte nach
Aufenthalten in England und der Schweiz mehrere Jahre in
Israel. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland 1986 ist sie
als freischaffende Künstlerin tätig. Ab 1990 nahm sie mit
erheblichem Erfolg an einer Reihe renommierter Ausstellungen
teil und gewann mehrere Kunstpreise und Auszeichnungen. Die
Arbeiten von Sylvia Goebel gehören zu den begehrtesten
Objekten der Kunstsammlungen großer deutscher Firmen,
repräsentieren sie doch exemplarisch das Kunstverständnis
der deutschen
Gegenwartskunst.
zu den
Bildern
I
Astrid Heinecke
Mit südlich
inspirierten Bildlandschaften hat die studierte
Grafikdesignerin Astrid Heinecke ihr Publikum in den letzten
zehn Jahren immer stärker in ihren Bann schlagen können. Wer
einmal ihre Originalarbeiten gesehen hat, kann sich der
besonderen Wirkung der Werke, die von vielseitigen
Kontrasten und beeindruckender Farbintensität leben, nicht
entziehen. In ihren abstrakten Arbeiten, die meist flächig
unterteilt sind, entstehen häufig mediterrane Assoziationen
durch sich scheinbar zufällig ergebende konkrete Formen wie
Vögel, Blätter oder maurische Ornamentik. Heinecke steuert
mit der ausgewogenen Struktur ihrer Kompositionen die
Wanderungen des Betrachterauges und löst dabei in der Folge
der Betrachtungen Assoziationen aus, die über die
symbolhaften Zeichensetzung in ihrer Malerei Anklänge an die
reale Welt vermitteln.
Ihre Bilder
wirken vor allem durch das intensive Farbenspiel, das zum
einen von der unglaublichen Leuchtkraft lebt, die von der
Technik der Eitempera herrührt, zum anderen von den
unzähligen Farbabstufungen, die bisweilen von einem gezielt
gesetzten Farbkontrast in Spannung versetzt werden. Ihren
häufig in warmen Farben angelegten Werken verleiht die 1955
in Celle geborene Wahlhamburgerin Plastizität durch eine
Vielschichtigkeit, die sich durch die Verwendung
verschiedener Materialien wie Sand oder Seidenpapier,
geritzte Linien und Formen sowie dem Mittel der Collage
einstellt.
zu den Bildern
Alexandra Hinz-Wladyka
Mit einem
sensiblen Blick für die vielfältigen Ereignisse und Spuren
des Alltags nimmt die 1963 in Danzig geborene Malerin
Alexandra Hinz-Wladyka die Anregungen für ihre Malprozesse
auf. In einer Mischung aus Zufall, Intuition und Komposition
erzeugen Linien, Formen, Licht und Schatten zu Bildern
geronnene Erlebnisse, die Augenblicke des Alltags und
Reiseerinnerungen festhalten. Ihre Bilder sind als intensive
Auseinandersetzung mit dem Material einerseits und einer
Idee andererseits nicht auf bestimmte Themenkreise und
Sujets festlegt, wiewohl die Nähe zum Stillleben und den
kleinen Dingen des Alltags stets zu spüren ist, aber auch
die zahlreiche Spuren der Vergangenheit. Diese findet sie
vor allem auf ihren regelmäßigen Spurensuche im
Mittelmeerraum, in der die Antike des alten Rom bis hin zum
Mittelalter und zur Renaissance noch auf authentische wie
atmosphärische Weise intensiv zu spüren und zu sehen ist.
Nach der Absolvierung der Fachhochschule der Bildenden
Künste in Gdingen konnte Alexandra Hinz-Wladyka im Laufe der
achtziger Jahre auf eine Reihe erfolgreicher Einzel- und
Gruppenausstellungen in Polen, Deutschland und Frankreich
zurückblicken, bevor sie 1989 nach Hamburg umzog.
Insbesondere ihre persönliche Nähe zu Frankreich hat ihren
künstlerischen Werdegang weiter bestimmt, so dass sich neben
den zahlreichen Galeriekontakten im nord- und westdeutschen
Raum immer wieder Ausstellungsaktivitäten in Südfrankreich
ergeben haben. Ein
wesentliches Element ihres einzigartigen künstlerischen
Ausdrucks liegt in der Technik der Enkaustik begründet, eine
schon in der Antike benutzte Wachstechnik. Mit Hilfe des
bindenden Wachses entwickelt die Künstlerin eine pastose,
fast schon plastisch zu nennende Ausdrucksform ihrer
Malerei, welche die unterschiedlichsten Materialien und
Mischtechniken integriert. Mit Blei, Acryl, Wachs und
Wachskreiden werden dickflüssige und körnig wirkende
Farbschichten auf Sand, Teer oder Leinen aufgetragen, die,
zu porösen Massen erstarrt, ihren Arbeiten eine lebendige
Dreidimensionalität und eine unverwechselbare Ausdrucksform
verleihen. Hierbei ordnet sich die Farbe jedoch stets der
Linie als Kontur unter, die zum eigentlichen
Bedeutungsträger ihrer Arbeiten wird: „Die Linie ist ein
ganz wesentlicher Bestandteil menschlicher Äußerungen.“
zu den
Bildern
Gunda Jastorff
Das
Hauptwerk der Malerin Gunda Jastorff steht in der Tradition
der abstrakten Malerei der fünfziger Jahre, insbesondere des
deutschen Informell jener Jahre. Wesentlich bekannter
geworden ist die Malerin jedoch in den letzten Jahren durch
ihre figurativen Arbeiten, die sie weniger als integrativer
Bestandteil ihres künstlerischen Ausdrucks versteht, denn
als Provokation und Gegensatz zu ihren materialreichen
freieren Arbeiten. Im Kontrast von Farbe und Form entwickelt
sich im Experiment eine vielfältige Ausdrucksskala, die sie
aus Acrylfarben und dem Collagieren unterschiedlichster
Stoffe und Materialen entstehen lässt. Zu den bevorzugten
Materialien gehören Marmormehl, Seidenpapiere, Wachs und
Tuch, die den Bildern eine plastische Struktur verleihen,
gewachsen aus Intuition und Stimmung.
Gunda
Jastorff arbeitet im eigenen Atelier als auch im Atelier der
Malerin Gisela Emmerich in Hamburg und nimmt regelmäßig an
den Sommer- und Herbstakademien in Goslar und der Hochschule
für Bildende Künste in Braunschweig teil. Einen regen
künstlerischen Gedankenaustausch unterhält Gunda Jastorff
ebenfalls bei ihren Besuchen an der Europäischen
Kunstakademie in Trier und Essen. Gunda Jastorff lebt im
Kreis ihrer Familie in der Nähe von Hamburg. Durch eine
Reihe viel beachteter Ausstellungen in Bremen, Berlin,
Düsseldorf, Krefeld und Köln u.a. sind mittlerweile über
ihren regionalen norddeutschen Bekanntheitsgrad hinaus
zahlreiche Freunde undKenner der
Gegenwartsmalerei auf ihre Arbeiten aufmerksam geworden.
zu den
Bildern
Joe Johannsen
Der unter
dem Künstlernamen Joe Johannsen arbeitende Grafiker und
Maler Erwin Johannsen wurde am 19. Januar 1965 in Lingen
geboren. Seine Vorliebe für insbesondere fotorealistische
und naturalistische Sujets führtenihn
1988 zu einer Ausbildung zum Offsetdrucker im grafischen
Gewerbe. Während dieser Ausbildung erfolgte der Anstoß zu
einer intensiveren Beschäftigung mit der Malerei; erste
großflächige Werke und Zusammenarbeiten mit Galerien
schlossen sich unmittelbar an. Zur weiteren Inspiration
dienten ab 1996 ausgedehnte Auslandsaufenthalte vor allem in
Südeuropa. Nach ersten Ausstellungen im Jahr 1997 entstanden
weitere Auftragsarbeiten im Bereich der Coverillustration
für die Musikbranche.
Trotz
dieser ersten erfolgversprechenden Ansätze als Grafiker und
Maler entschloss sich Joe Johannsen für ein
Grundlagenstudium, mit dem er seine formalen und
theoretischen Grundlagen als Bildender Künstler systematisch
erweitere. Soweit im klaren über sein grafisches und
malerisches Talent, wandte sich Joe Johannsen seit 1998
verstärkt neuen Projekten wie der Medica Düsseldorf 1999 und
einer intensiven Ausstellungstätigkeit zu. Es bildete sich
in der Folgezeit eine stilistische Prägnanz heraus, die auf
der Tradition der amerikanischen Fotorealisten der siebziger
Jahre und der Produktästhetik der Pop Art fußte und zu
ersten stark beachteten Ausstellungen im westdeutschen Raum
führte.
zu den Bildern
Kaminski, Sonja
Großflächige dekorative Blumenkompositionen in kräftigen
Farben, die trotzdem leicht und filigran wirken, das
sind die besonderen Merkmale der Arbeiten von Sonja
Kaminski. Eine zeitgemäße dekorative Bildauffassung
vereint sich in ihren Bildern mit der flächig-leichten
Ästhetik der Pop Art der sechziger und siebziger Jahre.
Insbesondere in ihren Farben kommt eine Fröhlichkeitund Leichtigkeit zum Ausdruck, die ihren
Blumenbildern eine unwiderstehliche Wirkung verleiht.
Die 1972 geborene Malerin hatte sich nach dem Abitur
1994 und einer Ausbildung im Bereich Gestaltung und
Grafik der Fachschule für Gestaltung Ende der neunziger
Jahre in Offenbach zunächst als fest angestellte
Grafikerin in der Werbebranche einen Namen gemacht, dem
der Sprung in die Selbstständigkeit als freie Grafikerin
bald folgte. In dieser Zeit entwickelte sie ein
zunehmendes Interesse an malerischen Ausdrucksformen und
begann neben ihrer Tätigkeit als Grafikerin
großformatige Arbeiten in Acryltechnik zu entwickeln.
zu den Bildern
Stefan Klein
Eine reduzierte Bildauffassung mit hohem Signal- und
Aufmerksamkeitswert wählt der 1966 in Frankfurt geborene
Fotograf Stefan Klein. Bevor er in den Jahren 1992 bis 1995
eine Ausbildung zum Fotografen durchlief, war er bereits ein
weit gereister Globetrotter mit langjährigen Aufenthalten in
der ehemaligen Sowjetunion (Moskau 1978 – 1982) und
Kolumbien (Bogota 1982 – 1986). Nach seinem Abitur 1987
wählte er folgerichtig eine Anstellung bei der Deutschen
Lufthansa, bevor sich für den beruflichen Weg zum Fotoprofi
entschied. Es folgten nach seiner Ausbildung Jahre als
freier Fotoassistent, danach als fest angestellterFotograf, um 1997 endgültig den Schritt in die
Selbstständigkeit zu wagen. Stefan Klein lebt und arbeitet
heute als freier Fotograf in der Medienhauptstadt Hamburg.
Den insbesondere in seiner Architekturfotografie zu
spürenden minimalistische Ansatz, der sich über reduzierte
Hintergründe, eine klare Konturierung und flächige Texturen
ins Bild setzt, kombiniert er mit einer tendenziell
monumental wirkenden Bildauffassung, die die Architektur
idealistisch überhöht zur Abbildung bringt. Ein wichtiger
Einfluss ist hierbei sicherlich der in seiner Jugend erlebte
sozialistische Realismus und Monumentalismus der ehemaligen
Sowjetunion gewesen, der mit seinen öffentlichen
Repräsentationsbauten das Stadtbild Moskaus prägte. Diese
Überhöhung zum Monumental-Idealistischen reduziert Stefan
Klein in seinen Arbeiten jedoch auf einen
funktionalistischen Ansatz, der die Architektur über sich
selbst wirken lässt, da sie ihrer politisch-ideologischen
Verbrämung entkleidet ist. Aufgrund ihres zugleich
minimalistischen wie monumentalen Charakters entwickeln
seine Fotos gerade in großen Formaten und im reduzierten
Ambiente eine enorme visuelle Raumwirkung. zu den Bildern
Sonja Kaminski
Großflächige dekorative Blumenkompositionen in kräftigen
Farben, die trotzdem leicht und filigran wirken, das sind
die besonderen Merkmale der Arbeiten von Sonja Kaminski.
Eine zeitgemäße dekorative Bildauffassung vereint sich in
ihren Bildern mit der flächig-leichten Ästhetik der Pop Art
der sechziger und siebziger Jahre. Insbesondere in ihren
Farben kommt eine Fröhlichkeitund
Leichtigkeit zum Ausdruck, die ihren Blumenbildern eine
unwiderstehliche Wirkung verleiht. Die 1972 geborene Malerin
hatte sich nach dem Abitur 1994 und einer Ausbildung im
Bereich Gestaltung und Grafik der Fachschule für Gestaltung
Ende der neunziger Jahre in Offenbach zunächst als fest
angestellte Grafikerin in der Werbebranche einen Namen
gemacht, dem der Sprung in die Selbstständigkeit als freie
Grafikerin bald folgte. In dieser Zeit entwickelte sie ein
zunehmendes Interesse an malerischen Ausdrucksformen und
begann neben ihrer Tätigkeit als Grafikerin großformatige
Arbeiten in Acryltechnik zu entwickeln.
Hauptthema
ihrer Malerei sind florale Motive, die durch die plakative
und flächige Verwendung von Farbe einen individuellen Stil
entstehen lassen, der ihr Interesse am Spannungsfeld von
Farbe und Fläche verdeutlicht. Insbesondere durch das große
und übergroße Format der Leinwände sind in den letzten
Jahren Gemälde entstanden, die in ihrer beeindruckenden
farblichen Raumpräsenz zahlreiche Liebhaber ihrer Kunst
gefunden haben. Sonja Kaminski lebt und arbeitet in
Offenbach.
zu den Bildern
August Macke
Der am 03. Januar 1887 in Meschede geborene Maler
August Macke vermochte in seinem kurzen Leben die
künstlerischen Einflüsse der verschiedenen
Richtungen kurz vor dem ersten Weltkrieg zu einem
eigenständigen Stil verschmelzen. Seine Begegnung
mit den französischen Fauves Matisse und Delaunay,
sowie mit dem Münchner Maler Franz Marc waren für
seinen weiteren künstlerischen Werdegang bestimmend.
Weitere wichtige Stationen waren für ihn die
Beteiligung an der Künstlergruppe "Der Blaue Reiter"
und die Tunisreise gemeinsam mit Paul Klee und Louis
Moilliet. Im Gegensatz zu Wassily Kandinsky und
Franz Marc strebte August Macke in seiner Kunst
nicht die Abstraktion an, seine Bilder blieben
gegenständlich. Seine heiteren Bilder von Parks,
zoologischen Gärten und Schaufensterdekorationen
erglühten in kühnen und doch harmonischen Farben.
Ihre Leuchtkraft erfuhr eine nochmalige deutliche
Steigerung, als er 1914 auf der Tunisreise das Licht
der afrikanischen Sonne kennen lernte. Hauptthema
seiner Bilder aber war der Mensch, den Macke oft
stark vereinfacht und flächenhaft in der heiteren
Poetik seiner Farben auf Papier und Leinwand
brachte.
Als August Macke zu Beginn des Ersten Weltkrieges am
26. September 1914 im Frankreichfeldzug starb,
schrieb sein Freund Franz Marc: "Mit seinem Tod
knickt eine der schönsten und kühnsten Kurven
unserer deutschen künstlerischen Entwicklung jäh ab.
Er hat von uns allen der Farbe den hellsten und
reinsten Klang gegeben, so klar und hell wie sein
ganzes Wesen war".
Der
in Valparaiso geborene chilenische Maler Felipe
Mercadal gehört spätestens seit den siebziger Jahren
zu bekanntesten Malern des spanischen Sprachraums
Südamerikas.
Nach einem Studium an der Escuela de Bellas Artes in
Viña del Mar (Kunstakademie) und einem
Diplomabschluss als Architekt an der Universidad de
Chile arbeitete er zunächst ab 1972 als
Kulturberater des Instituto Chileno Francés de
Cultura de Valparaíso ( Französisch-chilenische
Kulturinstitut), über das er zahlreiche
Ausstellungen organisierte. Ab 1973 folgten
regelmäßige Ausstellungen mit eigenen Arbeiten in
Paris (Gallerie Jacques-Henri Perrin), Sacramento,
Kalifornien (Village Gallery), Fair Oaks (The Art
Works Galleries), San José (Galería Uno), Half Moon
Bay (Gallery Atelier) und anderen Orten. Zwischen
1992 und 1994 war Felipe Mercadal neben seiner
Tätigkeit als Maler stellvertretender Leiter des
Departamento de Arte y Cultura der Municipalidad de
Viña del Mar (Abteilung für Kunst und Kultur), wo er
Ausstellungen der Werke von Picasso, Goya und
Anderen sowie ein jährliches Musikfestival
organisierte. Seit 1994 bekleidet der Maler eine
Professur an der “Escuela de Bellas Artes”. Neben
weiteren künstlerischen Tätigkeiten u.a. unter der
Schirmherrschaft des Erziehungsministeriums der
Republik Chile folgten viel beachtete Ausstellungen
an der Universidad de Valparaíso, im Congreso
Nacional de Chile (Parlament), der Organización de
Estados Americanos, OEA in Washington D.C., im
Kloster Santa Mónica de Rábida und im Rathauses von
Palos de la Frontera in Spanien. Als kultureller
Gesandter und Aushängeschild der Republik Chile lud
ihn die Chilenische Botschaft im September 2006 nach
Deutschland ein, wo ihm zu Ehren eine große
Ausstellung in Berlin stattfand
zu
den Bildern
Michelangelo
Zu
den herausragenden Persönlichkeiten der Kunst- und
Kulturgeschichte gehörte das am 6. März 1475 in
Caprese (Toskana) geborene Universalgenie
Michelangelo Buonarroti, neben Leonardo da Vinci
einer der prägendsten Renaissancekünstler an der
Schwelle der Neuzeit. Als Hauptmeister der
Hochrenaissance und führender Wegbereiter des
Manierismus war er maßgeblich an der Entwicklung von
Perspektive und Raum sowie an einer allgemeinen
Theorie der Schönen Künste beteiligt, mit der die
Kunst und Formensprache des Mittelalters endgültig
überwunden wurde. Zu seinen berühmtesten Arbeiten
gehören die Deckenfresken der Sixtinischen Kapelle
in Rom (u.a. "Die Erschaffung Adams") und die
überlebensgroße Skulptur des David in Florenz.
Michelangelo verkörperte als Maler, Bildhauer und
Architekt einen neuen Typ des Künstlers, der sich
als freischaffender "Unternehmer" weitgehend frei
von den Zwängen und Auflagen des Mäzenatentums der
Fürstenhöfe und Adelshäuser seiner Kunst widmen
konnte. Er starb am 18. Februar 1564 in Rom.
zu den Bildern
Christiane Middendorf
Die Freiheit
des künstlerischen Ausdrucks führte die Malerin Christiane
Middendorf zur konsequenten Absage an eine gegenständliche
Thematik und zur Abkehr von einer rational konstruierten
Bildsprache. Zwar in der Tradition der zweiten Moderne
stehend, sie leugnet nicht ihre Wurzeln, die im europäischen
Informel und Tachismus sowie im amerikanischen abstrakten
Expressionismus nach 1945 liegen, hat sie einen
unverkennbaren eigenen künstlerischen Ausdruck in ihrer
Malerei gefunden. Sie benutzt sehr stark die Farbe als
zentrales Ausdruckmittel in intuitiven Malprozessen, die um
Begrifflichkeiten aus der Natur wie das Fließen von Wasser
oder Erdschichtungen oder um Licht und Jahreszeiten
gruppiert sind. Aufgrund ihrer intensiven Farbgebungen und
kontrastreichen Kompositionen stecken Ihre Bilder voller
kinetischer Energie. Mal sind es eruptive Vorgänge, mal
schwebende und fließende Verläufe, mal unter hohem Druck
sich auftürmende statische Formen, die im Auge des
Betrachters Reibung und somit signalartige Aufmerksamkeit
erzeugen.
Christiane
Middendorf wurde 1961 in Essen geboren und wählte nach dem
Abitur im Studium zunächst den Weg der Pädagogik. Ab 1990
folgten Studien in unterschiedlichen Kunstrichtungen, ab
1993 legte sie die Grundlagen ihrer heutigen Malerei in
kreativen Gestaltungen des Informellen, der Farbfeldmalerei
und der freien Malerei. Eine weitere Ausbildung schloss
sich 1995 in einem Privatstudium bei der freischaffenden
slowakischen Künstlerin und Privatdozentin Angela Ramsauer
an. 2003 nahm sie ein Gaststudium der Meisterklasse "Freies
Malen" bei Professor Qi Yang am Institut für Ausbildung in
Bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum auf. Neben
zahlreichen viel beachteten Ausstellungen ab 2003 in
Deutschland, der Niederland und Österreich, sowie in der
deutschen Botschaft in Peking 2006, in der Touchstone
Gallery in Washington 2007 und World Fine Art in New York
2006 sind ihre Arbeiten Bestandteil von renommierten
Firmensammlungen, darunter der RWE/RWTÜV AG. Mit einem freien Strich und
weiträumig-offenen Kompositionen entwirft die Malerin und
Diplom-Designerin Martina Reinig-Kirchhoff nördliche
Landschafts- und Marineimpressionen. Das Zusammenspiel von
Natur und Licht im nördlichsten Bundesland mit seinen weiten
Horizonten zwischen den Meeren findet immer wieder Zugang in
ihrer Thematik und prägt zutiefst den künstlerischen
Ausdruck ihrer Gemälde. In dem die Malerin in der
Stilisierung ihrer zuvor stärker naturalistisch
ausgerichteten Bildsprache voranschreitet, nimmt sie in
zunehmenden Maße abstrahierende Bildelemente auf, die den
Schwerpunkt von der Kontur des Darstellenden zu offenen
Farbflächen verschiebt. Hiermit steht sie in der Tradition
eines nördlichen Expressionismus innerhalb der deutschen
Landschaftsmalerei, wie sie vor allem die Maler der Brücke
und insbesondere der große künstlerische Einzelgänger Emil
Nolde geprägt haben. In Kombination mit einer kühlen wie
klaren Farbskala in abgestuft weichen Übergängen entstehen
so zeitgemäße Interpretationen der norddeutschen
Meereslandschaften zwischen der rauen Nordsee, der milderen
Ostsee und dem Schleswig-Holstein der weiten und umwölkten
Horizonten mit seinen Wiesen, Landstrassen und hügeligen
Rapsfeldern. zu den Bildern
Amedeo Modigliani
Amedeo Modigliani starb am 24.Jan-uar 1920 im Alter
von 36 Jahren in Paris an Tuberkulose. Sein Name und
sein künstlerisches Werk sind bis heute überlagert
von den Klischeevorstellungen des klassischen Bohème:
Frauenheld, von Alkohol und Drogen zugrunde
gerichtet, die früh verstorbene Inkarnation des
freien Leben am Montparnasse. Sein Werk und seine
Bildsprache motivisch eng begrenzt. Vorwiegend
handelte es sich um weibliche Köpfe und Akte, auch
um Porträts und Figurationen im weiteren Sinne. Von
seinem gesamten malerischen Werk sind bis heute nur
vier Landschaftsbilder bekannt.
Trotz seiner Freundschaft mit dem Bild-hauer
Brancusi, der seine plastischen Arbeiten stark
beeinflusste, blieb Modigliani ein Einzelgänger,
dessen Werk bei aller Modernität stets eine starke
Verbindung zum Klassischen aufwies. Die Faszination
seiner Arbeiten mag in dem scheinbaren Widerspruch
von unbändiger Lebenslust und Genusssucht einerseits
und der Melancholie und den tragischen
Lebensumständen andererseits begründet liegen. Die
Tragik seines Lebens wurde posthum weiter überhöht,
dass seine hochschwangere Freundin Jeanne Hébuterne
am Tage nach seinem Tod Selbstmord beging. zu den Bildern
Claude Monet
Wenn der Malstil des Impressionismus erwähnt wird,
so denkt man unwillkürlich an den Maler Claude
Monet. Wie kein anderer hat Monet im Laufe seines
langen und schaffensreichen Lebens diesen hellen,
lebensbejahenden Malstil geprägt und beeinflusst.
Claude Monet wurde am 14. November 1840 in Paris
geboren, begann seine künstlerische Karriere als
Karikaturist und Landschaftsmaler und lernte ab 1862
die Maler Auguste Renoir, Frédéric Bazille und
Alfred Sisley kennen, mit denen er sich dem Malen in
der freien Natur, der Freilichtmalerei, zuwandte.
Unter dem Einfluss der Arbeiten John Constables und
vor allem des späten William Turner wurde Monet ab
1871 zum Vorkämpfer dieser Freilichtmalerei. Sein
1874 ausgestelltes Marinebild "Impression, soleil
levant" gab dieser Stilrichtung ihren Namen, der
zunächst von der Kritik als Spottname vergeben
wurde.
1883 zog Monet in sein endgültiges Domizil, ein
weitläufiges Areal mit Landhaus und Gärten im
japanischen Stil in Giverny bei Paris, wo er 1899
einen Seerosenteich anlegte, der bis zu seinem Tod
am 6. Dezember 1926 sein einziges Motiv für seine
Bilder darstellen sollte. In seinen späten Bildern
(Themse, Seerosen, Venedig) löste er das Dingliche
immer mehr zugunsten einer alles umfassenden
Lichtdurchdringung auf. Zuvor hatte er schon in
seinen Bilderserien die Oberflächenwirkung des
Lichtes zu verschiedenen Tageszeiten auf ein immer
gleiches Bildmotiv erkundet (Heuschober, Kathedrale
von Rouen). Die Wahrnehmung der Natur und ihre
farbigen Veränderungen durch Tageslichteinwirkungen
war für ihn das entscheidende Phänomen bei der
Ausgestaltung seiner Arbeiten.
zu den Bildern
Peder Severin Krøyer
Der Maler Peder Severin Krøyer war der bekannteste
der so genannten "Maler des Lichts", wie die
Künstler der dänischen Skagen-Malerei des 19.
Jahrhunderts genannt wurden. Krøyer wurde 1851 in
der norwegischen Hafenstadt Stavanger geboren, und
studierte später an der Kopenhagener Akademie der
Künste. Seine bildgestalterischen Ideale waren auf
eine objektive Interpretation der Natur nach den
Gesetzen der Schönheit und Harmonie ausgerichtet.
Ausbalancierte Kompositionen und Konturen, Licht als
Gestaltungsmittel der Perspektive sowie detaillierte
Figurenzeichnungen hoben seine Bilder aus der Breite
der zeitgenössischen Malerei heraus. Ab 1877
besuchte er mehrmals Paris. Der sich dort
entwickelnde Impressionismus beeinflusste ihn
nachhaltig und festigte seinen Entschluss, den
Einsatz von Licht als zentrales Kompositionsmittel
seiner Gemälde zu verstärken.
1882 besuchte Krøyer zum ersten Mal Skagen, wohin er
nun regelmäßig nach längeren Reisen zurückkehrte, um
dort in den Sommermonaten den Hauptteil seiner
Gemälde anzufertigen. Schnell entwickelte er sich
zum künstlerischen Führer der dort ansässigen
Künstlerkolonie. Sein unvergleichliches Talent, mit
schneller Auffassungsgabe die charakteristischen
Merkmale von Menschen, Landschaften, Atmosphäre und
Situationen in seinen Bildern umzusetzen, machten in
zur Leitfigur des skandinavischen Impressionismus.
Peder Severin Krøyer starb im Jahr 1909 auf Skagen
Einen fast schon manufakturähnlichen Ansatz verfolgt der
1954 in Gelsenkirchen-Buer geborene Maler und Grafiker
Jürgen Muß. Mit der Gründung des Ateliers "Die Bilderei" in
Hamburg-Eppendorf 2001 richtet der Künstler sein Talent und
seine Ideen konsequent auf eine innenarchitektonische
Anwendung im Wohn- und Arbeitsraum aus. Der interessierte
Betrachter wählt in Jürgen Muß Bilderei gemäß seiner
Vorlieben und Wünsche sein Motiv aus einer Reihe von Sujets
und Themen aus, und lässt es vom Künstler als fertiges
Wandbild entwickeln. So entsteht eine zeitgemäße Variante
der Auftragsmalerei, die das Mäzenatentum früherer
Jahrhunderte durch den direkten Kauf beim Künstler abgelöst
hat.
Nach seinem Hochschulabschluss an der Folkwang Schule in
Essen lebte Jürgen Muß von 1981 bis 1988 als freischaffender
Künstler und Grafikdesigner in Berlin, wo er mit der
Künstlergruppe "Gebrannte Erde" arbeitete und ausstellte.
Nach seinem Wechsel von Berlin nach Hamburg entwickelte er
von 1988 bis 1995 als Art Director Konzepte für die
Werbebranche und gründete als Maler sein eigenes Atelier in
Winterhude. Die Werbebranche führte ihn als Art Director von
1995 bis 1997 dann weiter nach Düsseldorf, bevor er sich ab
1997 endgültig als freischaffender Künstler in Hamburg
etablierte. Er war Gründungsmitglied der Design-Agentur
"Büro für Kommunikation", hat jedoch mittlerweile seine
Leidenschaft für dieMalerei
zur Profession gemacht. Jürgen Muß schöpft aus einem
reichen Formenschatz der Malerei, die von einem intensivem Farbauftrag
in zumeist hellen und leuchtenden Skalen bestimmt ist, und in den
großen Formaten der Arylmalerei ihre Wirkung
entfaltet.
zu den Bildern
Rod Neer
Das 1951 in
Waiblingen geborene Allroundtalent Rod Neer hat in den
letzten Jahren vor allem durch seine grafischen Beiträge für
die Automobilbranche für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach einer
Lehre als Farblithograph und einem Studium an der
Fachhochschule für Drucktechnik in Stuttgart gründete er ein
eigenes Siebdruckatelier. Danach folgte der Wechsel in die
Werbebranche, wo er sich seinem heutigen Spezialgebiet "Corporate-Design"
zuwandte und am Lifting zahlreicher Designs von renommierten
Fahrzeugherstellern europaweit und in den USA beteiligt war.
Daneben entwickelte er grafische Kunst in verschiedenen
Stilen und experimentell ausgerichteten Schwerpunkten.
Die
Motivwahl des Rod Neer reicht weit von der Autolegende "VW
Käfer" über den Bereich Cuisine hin zum Interieur Design.
Nicht zu übersehen ist dabei seine Prägung durch die Pop Art
der sechziger Jahre, insbesondere durch die sequentiellen
Farbvariationen der Kunst des Andy Warhol. Rod Neers Farben
sindimmer an den aktuellen Trends
ausgerichtet. So legt Rod Neer hoch dekorative zeitgemäße
und gleichzeitig "klassisch" anmutende Arbeiten vor, die
schon viele Liebhaber gefunden haben. zu
den Bildern
Herbert Ohge
Der 1960 in Hamburg geborenenHerbert
Ohge gehört zu der Generation von Fotografen, die sich über
eine breite wie tiefe handwerkliche Ausbildung und einem
über viele Stationen laufenden Werdegang einen
unverwechselbaren stilistischen Ausdruck hart erarbeitet
haben. Nach seiner Schulzeit bildete ihn Ende der siebziger
Jahre der bekannte Lichtdesigner Hans Werner Briese aus, bei
dem er sich die Grundlagen für Lichtgestaltung und
Lichtcharakter aneignete. Weitere wichtige Wegsteine in
seinem Werdegang war die Zusammenarbeit mit Top-Fotografen
wie Alan Ginsburg und Axel Förster. Es folgte eine Zeit als
freier Fotograf für diverse Werbestudios und das Hamburger
Abendblatt, danach eine Anstellung als Vertragsfotograf für
die Presseagentur Action Press. Ende der achtziger Jahre
eröffnete Herbert Ohge schließlich sein eigenes Studio. Es
folgten daraufhin ereignisreiche Jahre des Bildjournalismus
für bekannte Frauenzeitschriften, Reisemagazine und die
Wirtschaft.
Neben den reinen Auftragsarbeiten entwickelte Herbert Ohge
mit den klassischen Fototechniken des Schwarz-Weiß und des
Salzprints eine eigenständige Bildsprache, die ihn zur
Umsetzung experimenteller Sujets und Motive führte. Seine
Vorgehensweise wird durch das Motto "Weniger ist mehr"
bestimmt, also mit wenigen künstlichen Lichtquellen und mehr
Zeit für die Objekte, bis die Lichtverhältnisse das
gewünschte Resultat hergeben. Er benutzt die Lichttechnik
nur noch zur Unterstützung, um die Unzulänglichkeiten des
Materials auszugleichen. Licht und Schatten definieren die
Konturen in einem Bild und das natürliche Licht schafft eine
harmonische und ausgewogene Stimmung. Neben der Porträt- und
Personenfotografie sind insbesondere Landschafts- und
Naturthemen immer stärker in den Mittelpunkt seines
Interesses gerückt, die er in viel beachteten Reportagen für
"GQ" und "Foreign Affairs" umsetzte. zu den Bildern
Raffael
Raffael,
auch Raffael da Urbino oder Raffaello Santi genannt, wurde
vermutlich am 6. April 1483 in Urbino in Italien geboren. Er
war einer bedeutendsten Maler und Baumeister der
Hochrenaissance. Raffael erlangte vor allem als Maler für
seine harmonischen und ausgewogenen Kompositionen und für
seine lieblichen Madonnenbilder Berühmtheit. Bis weit ins
19. Jahrhundert hinein galt er als größter Maler aller
Zeiten. Neben seiner Karriere als Maler in Florenz und am
päpstlichen Hof in Rom wurde Raffael auch Bauleiter des
Petersdoms und Aufseher über die römischen Antiken. Er starb
am 6. April 1520 in Rom.
Sein aus
deutscher Sicht bekanntestes Werk ist die “Sixtinische
Madonna”, das aufgrund der beiden verschmitzt
dreinschauenden Putten am unteren Bildrand sich auch heute
noch großer Beliebtheit erfreut. Das Bild wurde nach
langwierigen Verkaufsverhandlungen von König August III.
1754 in Italien erworben und nach Dresden überführt. Der
einsetzende Ruhm des Gemäldes fand 100 Jahre später mit der
Eröffnung des Semperbaus am Zwinger im Jahr 1855 seinen
Höhepunkt, als dort das Bild einen eigenen Raum erhielt und
altarartig inszeniert wurde. Dies führte wiederum zu einer
Mythenbildung, die weit über die eigentliche
kunsthistorische Bedeutung des Gemäldes hinaus weist. zu den Bildern